Informatik mit System

Servicemenü:
LKHLogo Gesundheitsinformatik

 

SAP – und schon wieder ein großer Schritt

Ein Jahr ist seit dem „Big Bang”, der am 1. Jänner 2005 die SAP-Ära in der gespag einläutete, vergangen. Mit Jahresbeginn wurde „SAP 4.6C” im kaufmännischen Bereich der gespag eingeführt. Es handelte sich dabei um die größte SAP-Inbetriebnahme im österreichischen Gesundheitswesen. Der nächste große Schritt folgte „auf dem Fuß”. Bereits vor SAP-Einführung war in den weiteren Planungen für den Herbst das Upgrade auf die SAPVersion 4.7x200 beinhaltet. Dieses Upgrade ist erforderlich wegen des nächsten großen Schrittes, der Einführung von „IS-H”, der Patientenverrechnung auf SAP. Rund 350 AnwenderInnen arbeiten zur Normalbetriebszeit, Montag bis Freitag, 7:30 bis 17 Uhr, ständig auf SAP, das sich durch eine sehr gute Performance auszeichnet: Antwortzeiten liegen im Bereich von 150 Millisekunden – einem für den Anwender praktisch nicht merkbaren Zeitraum, in dem er „Antwort” vom System bekommt.

Minimale Stillstandszeiten

Die SAP-Systemlandschaft der gespag besteht aus drei Teilen: der Entwicklungslandschaft, dem Qualitätssicherungssystem und dem Produktivsystem. Diese Architektur ermöglicht, dass Änderungen oder Neuentwicklungen, wie das erwähnte Upgrade auf eine höhere SAP-Version, nur qualitätsgesichert via Transportsystem auf die Produktivumgebung gebracht werden können. Eine ordnungsgemäße Qualitätskontrolle bewirkt, dass ungeplante Systemstillstände sehr gering gehalten werden können. Bisher gab es lediglich zwei SAP-Ausfälle wegen technischer Gebrechen und auch diese konnten in einem für die NutzerInnen vertretbaren Maß gehalten werden. Pro Quartal wird ein definiertes Service-Zeitfenster in Anspruch genommen, um Hardware, Betriebssystem oder Datenbank auf den neuesten Stand zu bringen.

Eine „Schatteninstanz” wird aufgebaut

Planungsbeginn für das aktuelle Upgrade war im März. Im Juni wurde ein Upgradesystem mit der neuen Programmversion aufgesetzt, um im Vorfeld die Upgrade-Szenarien und eventuelle Stolpersteine zu eruieren. So konnten bereits viele Probleme im Vorfeld gelöst werden. Ende August erfolgte das Upgrade des Entwicklungssystems, in der Folgewoche wurde das Upgrade am Qualitätssicherungssystem durchgeführt. Es folgten zwei Wochen intensive Tests der geschäftskritischen Prozesse. Anfang Oktober wurde während des Normalbetriebes eine „Schatteninstanz” aufgebaut, um die eigentliche Upgradephase, in der kein Arbeiten möglich ist, sehr kurz zu halten. Freitag, 7. Oktober, 14 Uhr, wurde die Produktivumgebung vom Netz genommen. Es erfolgte die Vollsicherung, um im Eskalationsfall den Urzustand wiederherzustellen zu können. Um 21 Uhr konnte die neue SAP-Version technisch freigegeben werden. Aufgrund der in der Planungsphase auf dem SAP-Testsystem gemachten Erfahrungen kam es zu keinen Problemen. Die Zeit, in der die AnwenderInnen am Umstellungstag von der alten auf die neue Version nicht mit SAP arbeiten konnten, konnte mit sieben Stunden knapp gehalten werden. Am Samstag folgten die zentral organisierten Tests des SAPCustomer Competence Centers „SAP-CCC” der GesundheitsInformatik und der SAP-Key-User unserer Krankenhäuser. Schlag 12 Uhr kam durch diese die Freigabe für den normalen Anwenderbetrieb. „Auch in den folgenden Wochen traten keine Auffälligkeiten im Betrieb auf – dank der von allen Beteiligten permanent durchgeführten Qualitätssicherungsmaßnahmen in der Upgradephase”, merkt Peter Oberndorfer stolz an.

v.l.n.r: Simon Prummer, Margit Malzner, Peter Oberndorfer
Das SAP-Basisteam Simon Prummer, Margit Malzner und Peter Oberndorfer, SAP-Teil-projektleiter für IT-Themen im SAP-Projekt und gleichzeitig Leiter des SAP-Basisteams der Abteilung Hardware- und System-technologie der gespag-GesundheitsInformatik