Auf gesunden Beinen: IT der Oö. Gesundheits- und Spitals-AG durch neueste Servertechnologie stabil und zuverlässig
Bei der Oberösterreichischen Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) wird in punkto IT nichts dem Zufall überlassen, denn der mit einem Marktanteil von knapp 42 Prozent und insgesamt elf Krankenhäusern an 15 Standorten größte oberösterreichische Krankenhausträger benötigt höchste IT-Zuverlässigkeit rund um die Uhr. Zwischen Oktober 2004 und Juni 2005 wurde daher die Systemlandschaft einerseits auf Microsoft Windows Server 2003 inklusive dem neuesten Verzeichnisdienst Active Directory 2003, andererseits auf Microsoft Exchange Server 2003 migriert. Der langjährige Beratungspartner mii AG stand dabei erfolgreich mit Umstellungskonzept, Beratung und laufendem Support zur Seite.
Mit 8.711 aktiv beschäftigten Mitarbeitern im Jahr 2004 ist die Oberösterreichische Gesundheits- und Spitals-AG (gespag) ein österreichischer Großbetrieb. Über 170.000 stationäre Aufnahmen und rund 340.000 ambulante Fälle wurden im vergangenen Jahr von den Mitarbeitern der elf gespag-Krankenhäuser betreut. Zahlen, die eine reibungslos funktionierende, topmoderne und vor allem ausfallssichere IT-Infrastruktur zur Unterstützung des laufenden Betriebes unbedingt erforderlich machen.
Die Wartung der Systemlandschaft erfolgt durch die GesundheitsInformatik einerseits mit lokalen EDV-Teams in den einzelnen Krankenhäusern, die den Firstlevel-Support abdecken und andererseits durch die zentralen Abteilungen welche unter anderem für den Secondlevel-Support verantwortlich sind. Insgesamt kümmern sich ca. 150 Mitarbeiter um die IT-Landschaft der gespag.
Flexibilität und Skalierbarkeit wichtig, Mailaufkommen stark gestiegen
Hanspeter Kloibhofer, Bereichsleiter „Windows based Systems“ und „Active Directory Migration“-Projektverantwortlicher bei der gespag, berichtet über die Notwendigkeit, in punkto Microsoft Active Directory und den damit verbundenen Business kritischen und relevanten Services am letzten Stand der Technik zu sein: „Höchstmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit unserer IT bilden die Grundlage um prozessorientierte Geschäftsabläufe effizient realisieren zu können.“
Ins gleiche Horn stößt der Exchange Systemadministrator und Leiter des Projektes Exchange Migration bei der gespag, Ing. Peter Gamharter. Auch die Anforderungen an das e-mail-System hätten sich in den vergangenen Jahren bei der gespag stark verändert. „Wir verzeichnen ein stetig steigendes Mailaufkommen. Hinzu kommt eine immer komplexere Einbindung von Mail in die Geschäftsprozesse und Applikationen. Und das Benutzerverhalten hinsichtlich Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit wird ebenfalls immer kritischer, weil e-mail als Kommunikationsmedium einen großen Stellenwert bei der täglichen Arbeit darstellt. Mit der früheren Version Microsoft Exchange Server 5.5 waren diese Punkte nicht mehr ordnungsgemäß zu erfüllen, darum wurde zunächst gemeinsam mit dem Betriebssystem-Upgrade auf Microsoft Windows 2000 Server auch auf Microsoft Exchange 2000 Server umgestellt. Und schließlich im jüngsten Migrationsschritt auf Microsoft Exchange Server 2003 modernisiert.“
Zwei stabile Beine: Microsoft Windows Server und Exchange Server 2003
Seit 1998 wird die gespag bei ausgewählten IT-Projekten vom Beratungspartner mii AG unterstützt. Schritt für Schritt wurde in der Vergangenheit von Microsoft NT 3.51 über Microsoft NT 4.0 auf Microsoft Windows 2000 Server, parallel dazu von Microsoft Exchange Server 5.5 auf Exchange 2000 Server aufgerüstet. Im Herbst 2004 wurde schließlich beschlossen, einerseits mit der Migration auf Microsoft Windows Server 2003 einen weiteren Modernisierungsschritt im Bereich Betriebssoftware zu setzen, andererseits durch die Migration auf Microsoft Exchange Server 2003 auch die Kommunikationsplattform auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Peter Gamharter: „Microsoft Exchange wird in unserem Unternehmen als zentrale Kommunikationsdrehscheibe für den internen und externen Mailverkehr genutzt. Intern werden zusätzlich die Kalenderfunktionen, wie zum Beispiel für Besprechungsplanungen oder für die Ressourcenverwaltung von Veranstaltungs- oder Schulungsräumen, genutzt. Bereits mit der Migration auf Exchange 2000 wurde auch eine Unified Messaging Komponente installiert, welche die Exchange-Umgebung um zusätzliche Features wie Fax-Empfang und –Versand beziehungsweise Sprachnachrichten erweitert.“
Für die Umstellung auf die neue Exchange-Generation sprachen zahlreiche Gründe. Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit, Performance und Zuverlässigkeit waren auf Produktebene die ausschlaggebenden Gründe. „Clientseitig sprach vor allem die Nutzung der erweiterten Features, wie zum Beispiel Cached Mode, von Microsoft Outlook 2003 sowie die stark überarbeitete Weboberfläche und gesteigerte Sicherheit bei Microsoft Outlook WebAccess 2003 für die Umstellung“, ergänzt Peter Gamharter. Hinzu kämen noch Faktoren wie eine optimierte Client-Server-Kommunikation und eine effizientere Active Directory-Replikation, die eine Entlastung des Netzwerkes mit sich bringen wird. „Ein ganz wesentlicher Faktor für die Migrationsentscheidung stellte aber das Kosteneinsparungspotenzial dar, welches aufgrund der Serverkonsolidierung erzielt werden konnte. Denn mit der neuen Microsoft Exchange-sVersion ist eine vernünftige Verwaltung einer größeren Anzahl von Postfächern pro Server möglich.“
Etwa 10.000 User- und 6.000 Computerkonten
„Das Microsoft Active Directory wird als skalierbarer, hierarchischer Verzeichnis-dienst zur zentralen Verwaltung aller gespag-relevanten Ressourcen gesehen“, so Hanspeter Kloibhofer.
„Mit dem Upgrade auf Microsoft Windows Server 2003 wurde die Zielsetzung verbunden, die Sicherheit, Flexibilität und Stabilität des Systems gegenüber der vorherigen Version noch zu verbessern und gleichzeitig die Vorteile moderner Servertechnologie zu nutzen. Die Struktur und Rechteverteilung innerhalb des Active Directorys basieren auf einem delegativen, rollenbasierenden Modell und garantieren eine hohe Sicherheit in der Administration.“, erklärt Hanspeter Kloibhofer.
Die Konzeption und Umstellung wurde zwischen November 2004 und März 2005 vollzogen, erklärt Markus Gruber, Projektverantwortlicher bei Beratungspartner mii AG: „Nach ersten Planungen auf dem Papier und der Einbindung relevanter Anwendungen, die auf das Active Directory zugreifen sollten, konnte im Dezember 2004 eine Testumgebung installiert werden. Danach wurde ausgiebig getestet. Die komplette Umstellung erfolgte schließlich innerhalb von nur drei Manntagen Mitte März 2005. Das gesamte Projekt wurde ohne Störungen während des laufenden Krankenhausbetriebes abgewickelt.“
Reibungsloser Umstieg, Kosteneinsparungen durch Microsoft Exchange Server 2003
Auch Exchange-Migrations-Leiter Peter Gamharter hebt lobend den reibungslosen Umstieg hervor. Mit Ende Juni 2005 gingen die neuen Microsoft Exchange Server 2003 in den Echtbetrieb. „Aufgrund des – gemeinsam mit unserem Partner mii AG erarbeiteten – hervorragenden Migrationsplans und der ausgezeichneten Zusammenarbeit während der Migration konnte die Umstellung ohne Probleme durchgeführt werden.“ So konnten die Stillstandszeiten für die Benutzer extrem gering gehalten werden. „Die meisten der cirka 8.500 Benutzer haben von der ‚Übersiedelung’ der 4.500 Postfächer und den restlichen Migrationsschritten während der Umstellung auf die neue Version gar nichts bemerkt“, freut sich Gamharter.
Im Zuge des System-Upgrades konnte die Anzahl der Storeserver von acht auf zwei gesenkt werden. Damit blickt die gespag einer enormen Kostenreduktion im Bereich Hardware-Reinvestment und Wartung entgegen. Während der Umstellung wurde zusätzlich das bestehende System gesäubert und überdacht, Altlasten wurden ausgeschieden. „Das brachte uns zum Beispiel eine Reduktion der Storegröße von 50 Prozent“, berichtet Peter Gamharter von den ersten messbaren Erfolgen der Umstellung. Insgesamt erwartet sich der Exchange-Migrations-Leiter durch die Verbesserungen auf Produktebene in Richtung Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit sowie Sicherheit ein noch stabileres Mailingsystem einerseits und einen vereinfachten administrativen Aufwand andererseits. „Widerspiegeln wird sich das schließlich in einer gestiegenen Benutzerzufriedenheit“ zeigt sich Gamharter abschließend über den Erfolg des jüngsten Migrationsschrittes zuversichtlich.