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wearIT@work

Die Innovationsgeschwindigkeit im Gesundheitswesen ist eine der Besonderheiten, die unser gemeinsames Umfeld in der gespag prägt. Hauptsächlicher Träger dabei ist die Medizin und die sie umgebende Technologie. Neben der eigentlichen Medizintechnik tritt dabei zuletzt immer mehr auch die Informationstechnologie in den Vordergrund.

Um künftige Innovationen in diesem Umfeld auch mitgestalten und damit für die spezifischen Anforderungen unserer Anwender eher und besser nutzbar zu machen, beobachtet die gespag seit zwei Jahren die Aktivitäten im österreichischen und europäischen Umfeld sehr genau. Gerade die Europäische Kommission (EC) hat in den letzten Jahren Schwerpunkte unter dem Titel "Informationsgesellschaft” gesetzt und wiederholt das Sozial- und Gesundheitswesen in den Mittelpunkt gestellt. Zur Förderung der angestrebten Entwicklungen schreibt die EC Fördergelder aus. Hauptaugenmerk liegt dabei stets auf der Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und der Förderung der Kooperation von Wissenschaft und Forschung mit Industrie und Endkunden. Diese Entwicklungspartnerschaften werden „integrierte Projekte” genannt und schließen sich auf mehrere Jahre zusammen, um Themenbereiche anhand von Visionen und konkreten Ideen für die künftige Verwendung auf dem Markt vorzubereiten.

Technologie steckt in der Kleidung

Die GesundheitsInformatik ist als Vertreter der gespag seit 2004 an einem solchen Projekt beteiligt, das die Erforschung und Erprobung der Anwendung von Informationstechnologie im täglichen Arbeitsablauf ohne die Verwendung von PC- bzw. Notebook-Arbeitsplätzen in der herkömmlichen Form betreibt. Die Visionen gehen davon aus, dass die benötigte Technologie in die Kleidung bzw. in Arbeitsmittel des einzelnen Mitarbeiters eingearbeitet ist. Man bezeichnet das als „wearable computing”. Gemeinsam mit 35 anderen Unternehmen aus Wirtschaft und Forschung wird das Thema anhand mehrerer Anwendungsbeispiele untersucht und Pilotversuche durchgeführt. Die Beteiligten aus 14 Ländern erarbeiten im Rahmen von 4,5 Jahren Organisationsformen und entwickeln bzw. testen Anwendungen und Prototypen zur obigen Fragestellung.

Namhafte Projektpartner

Das Projekt „wearIT@work” wird gemeinsam mit namhaften Technologieunternehmen wie Hewlett-Packard, Microsoft, SAP, Siemens, Zeiss und Forschungseinrichtungen wie der ETH-Zürich, der Universität Bremen oder dem Fraunhofer-Institut München abgewickelt. Auch „lokale” Partner wie die UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik) aus Innsbruck und die Firma Systema/Steyr sind in das Projekt eingebunden. Projektleiter Michael Koppenberger von der Abteilung für Medizininformatik am LKH Steyr: „Der Fokus der Aufgaben der gespag im Projekt liegt als Vertreter der Kunden- bzw. Anwenderseite bei der Beschreibung und Visualisierung von Arbeitsabläufen und -situationen, der Ermöglichung von Betriebsbesichtigungen für Entwicklungspartner, Evaluierung von Qualität und Zielgerichtetheit in der Forschungs- und Entwicklungsphase und der Pilotierung bzw. Ergebnisbewertung und -kritik in der Endphase.” Um verschiedene Szenarien des Alltags abdecken zu können, wurden in Gesprächsrunden Vorschläge erarbeitet und Ärzte als führende Vertreter zu den einzelnen Themen gesucht. Die Unterstützung der jeweiligen Abteilung während aller Projektphasen ist dafür Voraussetzung. Dankenswerterweise haben sich mehrere Abteilungen bzw. Mediziner in den Dienst dieses Projektes gestellt.

Der gespag-Vorstand freut sich über die internationale Anerkennung der Expertise der gespag-Mitarbeiter als gefragte Partner im Projekt, ist sich aber auch der potenziellen Mehrbelastung für die mitarbeitenden Beteiligten bewusst. Es werden daher so weit wie möglich Rahmenbedingungen in der Projektabwicklung geschaffen, um die beteiligten Ärzte bzw. einbezogenen Mitarbeiter aus anderen Berufsgruppen von administrativen und Projektcontrolling-Tätigkeiten zu entlasten.

Michael Koppenberger, ProjektleiterVertreter aus gespag-Häusern mit ihren Themenbereichen bei wearIT@work :

Projektleitung:
Michael Koppenberger,
Leiter d. Abt. MedizinInformatik, LKH Steyr

Medizinische Leitung:
Dr. Ingrid Federl,
Leiterin der Abteilung QM

  • Abteilung für Chirurgie, LKH Steyr,
    OA. Dr. Kurt Adamer:
    Unterstützungsmöglichkeiten bei der Visite und im Ambulanzbetrieb.
  • Abteilung Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, LKH Gmunden,
    OA Dr. Thomas Gruber:
    Unterstützungsmöglichkeiten für den Operateur während der Operation.
  • Department für Kinderkardiologie, Landes- Frauen- und Kinderklinik,
    Univ.-Doz. Dr. Gerald Tulzer:
    Zielgerichtete und situationssensitive Information und Kommunikation mit einem medizinischen Experten.

Video zum Thema wearIT-work (wmv, 20MB)