In unseren Krankenhäusern werden auf elektronischem Wege täglich neue Daten im Umfang von 1,4 Mio. A4-Seiten erarbeitet. Diese müssen natürlich zuverlässig gespeichert werden.
Verschiedenartigste Daten – etwa vom aktuellen Patientenbefund über Verrechnungsdaten, Inhalte von E-Mails bis hin zum digitalen Röntgenbild und Dokumenten im Digitalen Archiv – zählen zum Daten-Repertoire, das es elektronisch zu verwahren gilt. Doch nicht nur Daten an sich werden verwahrt, auch die dazugehörigen Programme müssen gepflegt und vorgehalten werden. Hinter jedem Programm steht eine entsprechende Infrastruktur, die die einzelnen Programme quasi organisiert.
Die Thematik der Datenspeicherung der Landes-Krankenhäuser ist in der Abteilung „Hardware- und Systemtechnologie” der GesundheitsInformatik, dem Servicebetrieb für Informations- und Telekommunikationstechnologie der gespag, am LKH Vöcklabruck angesiedelt.
Prozesse im Krankenhaus werden immer besser digital unterstützt, zum Beispiel durch mpa, den Medical Process Assistant. Aktuell stehen unseren MitarbeiterInnen rund 70 Programme zur Verfügung. Neue Programme wie die Word-Befundschreibung oder das Röntgenarchiv PACS erfordern neben den wachsenden gesetzlichen Dokumentationspflichten oder den Aufzeichnungen von medizinisch-technischen Geräten mehr und mehr Speicherraum.
Die Datenspeicherung und Programmhaltung erfolgt zurzeit auf 300 Servern. Die Plattensysteme, Bandroboter und Jukeboxen, in denen dieses enorme Datenvolumen unter dementsprechenden Sicherheitsstandards gepflegt wird, befinden sich an den LKHs Vöcklabruck und Steyr.
Einen Rat zum optimalen Speichern hält Erich Feichtenschlager, Leiter der Abteilung Hardware- und Systemtechnologie, parat: „Immer wieder passiert es, dass PC-Anwender ihre Dateien lokal, also auf der Festplatte ihres PCs, speichern. Dabei kann es leicht zu Datenverlust kommen,wenn etwa die Datei defekt wird. Auch bei einem Gerätetausch kann es zu Schwierigkeiten kommen, denn ist der alte PC erst einmal weg, findet man die alten Dateien keinesfalls wieder auf der Festplatte des neuen Gerätes.
Deshalb: Speichern Sie Ihre Dateien immer auf Ihrem Netzlaufwerk und nicht lokal.”
Die Prämisse Erich Feichtenschlagers für die Zukunft seiner Abteilung lautet: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Technologien für unsere Krankenhäuser bereitzustellen, die zum optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis den Anforderungen an Verfügbarkeit und Wachstum entsprechen.”