Mit der BDE-Karte vieles in einer Hand

Mit der Einführung des neuen, unternehmensweiten BDE-(Betriebsdatenerfassungs-) Systems, das bestehende Datenerfassungssysteme (Interflex, FreeFlow) ablöst, werden alle MitarbeiterInnen und Auszubildenden eine Mitarbeiterkarte erhalten. Mit dieser Karte kann die Zeiterfassung und je nach Haus etwa die Parkraumbewirtschaftung, der Zutritt oder die Zahlung der Menüs durchgeführt werden.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Mit der BDE-Karte gibt es nur noch eine einzige Karte, sie löst die im Krankenhausbetrieb bislang unterschiedlichen Karten wie Stechkarten oder Parkkarten ab. Der „Kartenauswuchs” wird somit etwas gebremst. Durch die Einführung eines einzigen Programmsystems, des BDE-Systems, muss zukünftig auch nur noch dieses einzige Datenerfassungssystem technisch gewartet werden und nicht wie bisher mehrere Programme.
Die BDE-Mitarbeiterkarte bietet vieles: Je nach Angebot im jeweiligen Krankenhaus wird sie als elektronische Geldbörse fungieren, mit der in der Kantine und bei eingemieteten Firmen bezahlt werden kann, oder die Zutrittskontrolle für Räumlichkeiten und Parkplatzberechtigung regeln. Eine Bargeldeinzahlung für die Nutzung als elektronische Geldbörse ist durch den Karteninhaber durchzuführen.
Für wen ist die Karte?
Die Mitarbeiterkarte ist eine elektronische Chipkarte. Auf dem Chip werden außer der Kartennummer und den jeweiligen Berechtigungen keine Mitarbeiterdaten gespeichert.
Wer wird die BDE-Karte tragen?
Alle! Da die Karte neben den oben schon erwähnten Funktionen auch die Funktion eines unternehmensinternen Ausweises übernimmt, werden alle MitarbeiterInnen diese Karte erhalten. Durch das Anbringen der Karte am Revers soll für den jeweiligen Gesprächspartner im Krankenhaus und speziell für die Patienten ihr Visavis im Gespräch namentlich erkennbar sein.Doch die Karte ist nicht nur für MitarbeiterInnen gedacht. Auch Externe, wie Rettungsdienste oder TÜV, die das Krankenhaus regelmäßig besuchen, werden damit ausgestattet. Patienten können, wenn sie möchten, ebenso die Annehmlichkeiten der Karte nutzen. Die Patientenkarte wird erstmals im Herbst im LKH Vöcklabruck eingeführt. Nach Aufladung eines Geldbetrages auf die Karte können die Patienten bargeldlos in Zimmern mit TV-Gerät fernsehen, das Zimmertelefon nutzen und beim Verlassen des Krankenhauses angelaufene Gebühren zahlen sowie örtliche, angebotene Dienstleistungen wahrnehmen. Somit brauchen Patienten während ihres Aufenthaltes keine größeren Bargeldbeträge mit sich zu führen. Das Aufbuchen von Geldbeträgen auf die Karte wird am so genannten „Mediacenter”, einem Automaten, der an zentralen Punkten in den Krankenhäusern zu finden sein wird, möglich sein.
Alle Mitarbeiterkarten sind personalisiert, das heißt, neben dem Krankenhaus-Logo befinden sich darauf das Foto, der Name, Titel, Funktion bzw. Tätigkeitsbereich des Karteninhabers. Dazu werden die Mitarbeiter im Krankenhaus digital fotografiert. Vorhandene Titel und Funktionen wurden für den einheitlichen Einsatz harmonisiert.
Auf der Rückseite der Mitarbeiterkarte findet sich, je nach Tätigkeitsbereich, einer der Slogans:
GESUNDHEIT. MIT SYSTEM., AUSBILDEN. MIT SYSTEM., FORTBILDEN. MIT SYSTEM., INFORMATIK. MIT SYSTEM. oder VERTRETEN. MIT SYSTEM.
Mitarbeiter, die hausübergreifend arbeiten, erhalten eine Karte mit „gespag-Logo”, da hier ansonsten mehrere Karten gedruckt und vom Karteninhaber bereitgehalten werden müssten.
Im Zuge der Einführung der BDE-Karte gibt es in den Häusern natürlich weitere ausführlichere Informationen, da die Nutzungsmöglichkeiten der Karte, wie schon erwähnt, in den einzelnen Spitälern unterschiedlich sind. Die BDE-Karte für MitarbeiterInnen startet im Frühjahr in der Landes-Nervenklinik Linz. LKH Gmunden und LKH Vöcklabruck folgen im Herbst. Bis 2008 werden alle Häuser mit BDE-Karten ausgestattet sein.