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Schnittstelle gespag - Polizei bei Verletzungsanzeigen

Die österreichischen Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet bei gewissen Unfällen eine Verletzungsanzeige an die Polizei zu senden.

Bislang wurde ein Formular mit den Unfalldaten ausgefüllt, per Post an die zuständige Polizeiinspektion versandt und von dieser EDV mäßig erfasst. Die GesundheitsInformatik hat nun ein System entwickelt, diesen Prozess zu automatisieren, was sowohl für die Polizei als auch für die gespag eine wesentliche Arbeitserleichterung und Ressourcenersparnis bedeutet.

Zur Zeit läuft am Krankenhaus Kirchdorf das Pilotprojekt die Verletzungsanzeigen via Schnittstelle von der gespag zur Polizei zu übertragen. Durch eine Umstellung der Befundschreibung wurde es möglich, die Verletzungsanzeige automatisch generieren zu lassen. Die bekannten Daten des Patienten werden vorausgefüllt, der Arzt ergänzt die Details zum Unfall. Nach Freigabe des Arztes wird die Verletzungsanzeige aus dem gespag internen Programm MPA (Medicial Prozess Assistent) als PDF-Dokument abgestellt. Im Hintergrund wird darauf hin ein Mail erstellt und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben verschlüsselt an das Bezirkspolizeikommando Kirchdorf versendet, damit die Datensicherheit gewährleistet ist. Der Postversand der Verletzungsanzeigen wurde gleichzeitig eingestellt.

Neben der Arbeitserleichterung durch den Wegfall der Erfassung der Verletzungsanzeigen sowohl im Krankenhaus als auch bei der Polizei und der Einsparung an Papier- und Versandkosten, stellt vor allem die Verkürzung der Zeit, von der Unfallannahme bis zum Zeitpunkt ab dem die Polizei aktiv werden kann, eine wesentliche Verbesserung dar.

Der Pilotbetrieb läuft noch bis 31.08.09. Danach wird dieses System an allen anderen gespag-Krankenhäusern installiert.

In der Unfallaufnahme